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Dienstag, 16.01.2018
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Nicholas Koech lief bei der Neuauflage des Griesheimer Merck-Straßenlaufs auf der Halbmarathondistanz zum Sieg.
Foto: Thomas Zöller
Nicholas Koech in Griesheim vor Sebastian Dehmer
Von Raphael Schmitt
Zehn Masseure kümmern sich im Zielbereich um die müden Beine der Läuferinnen und Läufer. Nebenan gibt es eine große Obsttheke. Wassermelonen, Bananen und Orangen erwarten die Finisher neben mehreren Tischen mit Getränken. Ein wahres Verwöhnprogramm. „Das ist wirklich toll“, freut sich eine Läuferin, die umgehend das Massageangebot in Anspruch nimmt. „Danke Griesheim“, ruft ein begeisterter Teilnehmer im Laufschritt den Helfern am Streckenrand zu. Ihm hat es besonders der Tempomacherservice angetan.

Nach einjähriger Pause kehrte der Griesheimer Merck-Straßenlauf mit seiner 36. Auflage am gestrigen Sonntag mit neuer Streckenführung und neuem Konzept in den Wettkampfkalender zurück. Und dies mit Erfolg. 1400 Teilnehmer wurden im Ziel auf dem Sportgelände des SC Viktoria Griesheim gezählt. Während der SC sein Vereinsgelände zur Verfügung stellte, sorgten die Sparten Leichtathletik und Triathlon des TuS Griesheim für die Organisation der Großveranstaltung. „Unser Dank gilt aber auch der Stadt Griesheim, dem Bauhof, den Anwohnern, den Sponsoren und allen weiteren Helfern“, so Organisationschef Thomas Zöller, der sich einiges hatte einfallen lassen um den Laufklassiker wiederzubeleben.

Unter den Teilnehmern war zudem so manch prominenter Athlet zu finden. Allerdings kamen diese Größtenteils aus dem Triathlonlager. So ließ es sich etwa Sebastian Dehmer nicht nehmen vor den Toren Darmstadts sein Halbmarathondebüt zu geben. Triathlet Jan Raphael bereicherte das Läuferfeld ebenso wie Ex-Radprofi Kai Hundertmarck, der sich seit wenigen Jahren ebenfalls dem Ausdauerdreikampf verschrieben hat. In die Favoritenrolle schlüpfte auf dem 21,0975-km-Kurs allerdings Nicholas Koech.

Souveräne Siegerin wurde auf der Halbmarathondistanz Milka Jerotich.
Foto: Raphael Schmitt
Der Kenianer wurde dieser ebenso wie seine Landsfrau Milka Jerotich gerecht. Wenngleich es lange Zeit anders aussah. Im Start-Ziel-Bereich am Südring bog Lokalmatador Sebastian Dehmer noch als Erster in die zweite Laufrunde ein. Koech machte jedoch auf der zweiten Streckenhälfte deutlich Boden gut und lief nach 1:10:22 Stunden als ungefährdeter Sieger ins Ziel. Für den Darmstädter Sebastian Dehmer gingen 1:11:00 Stunden in die Ergebnisliste ein. Eine Punktlandung. Trainer Ralf Ebli hatte im Vorfeld exakt diese Zeit als Zielsetzung seines Schützlings angegeben. Der wiederum zeigte sich mit seinem Rennen zufrieden. „Ich bin gut durchgekommen und habe meinen Rhythmus gefunden.“

Während so manch anderer Athlet mit den warmen Temperaturen deutlich jenseits der zwanzig Grad-Marke zu kämpfen hatte, machte dem Triathleten das verfrühte Sommerwetter nichts aus. „Das bin ich gewöhnt“, so Dehmer. Das Podium komplettierte Jan Raphael. Der Hannoveraner benötigte 1:12:54 Stunden für die 21,0975-km-Strecke und stellte damit seine guten Laufqualitäten einmal mehr unter Beweis. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte der Student allerdings im November vergangenen Jahres bei seinem Ironman-Debüt in Florida. In 8:22:44 Stunden erreichte Raphael als Erster das Ziel und qualifizierte sich damit zugleich für die Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii.

Bei den Frauen gewann in Griesheim unangefochten Milka Jerotich in 1:18:11 Stunden. Bereits vor gut einem Monat hatte die Kenianerin mit ihrem Sieg beim City-Halbmarathon in Frankfurt (1:11:01) ihre Visitenkarte abgegeben. Karin Risch (LG Biebesheim-Eschollbrücken-Crumstadt) beeindruckte in 1:33:39 auf Rang zwei. Damit sicherte sich die deutsche Marathonmeisterin der W60 zugleich souverän den Altersklassensieg. Auf Rang drei folgte mit Birgit Resch eine weitere Ausdauersportlerin. Die Triathletin des TSV Viernheim lief nach 1:34:48 Stunden ins Ziel.

Fingerzeig: Sebastian Dehmer mit gelungenem Halbmarathondebüt.
Foto: Raphael Schmitt
In Strömen floß der Schweiß bei strahlendem Sonnenschein und leicht böigem Wind auch bei den 10-km-Teilnehmern. Sie waren zwar gemeinsam mit den „Halbmarathonis“ gestartet, schlugen nach einer Laufrunde in der südwestlichen Griesheimer Gemarkung jedoch bereits den Weg in Richtung Ziel ein. Während sich in der Männerkonkurrenz Andreas Heilmann (TSG Kleinostheim) in 32:42 Minuten mit fast einer Minute Vorsprung vor Hassau Saba (LC Sports-Concept Hanau / 33:36) behauptete, lief Alexandra Behrens vom ASC Darmstadt bei den Frauen zum Sieg. 37:54 Minuten wurden für die ASC-Athletin gestoppt. „Das war heute ganz schön schwer. Ich hatte mir eigentlich etwas mehr vorgenommen“, so Behrens nach dem Rennen. Allerdings absolvierte die Duathlonspezialistin in der vergangenen Woche ein hohes Radpensum.

Neu waren im Rahmen des Straßenlaufs die beiden Schülerläufe über ein und zwei Kilometer sowie ein Bambinilauf. Während die Bambinis erstmals dabei waren, resultierten die beiden Schülerläufe aus der Verschmelzung mit dem Citylauf. Stolz präsentierte sich ein Großteil des Laufnachwuchses bereits im grauen Straßenlauf-T-Shirt, welches alle Voranmelder mit weiteren Give-Aways der Sponsoren erhielten. In den frühen Morgenstunden hatten die Schülerrennen den Auftakt des 36. Merck-Straßenlaufs gebildet.

„Das war eine gelungene Premiere. Die Veranstalter haben sich tierisch Mühe gegeben“, fand letztendlich nicht nur Sebastian Dehmer. Im Gegensatz zu vielen weiteren Finishern, die es sich nach dem Rennen bei Kuchen, Würstchen und Kaffee in der Hegelsberghalle gut gehen ließen, absolvierte der 25 Jahre alte Ausdauerathlet noch jeweils eine Trainingseinheit auf dem Rad und im Schwimmbecken. Anfang Mai bestreitet der Darmstädter in Lissabon sein erstes Weltcuprennen in diesem Jahr. Im Sommer geht es dann über die Europameisterschaften in Kopenhagen zum „Saisonhighlight“: Der Triathlon-WM in Hamburg. „Das ist mein großes Ziel“, so Dehmer.

Einen netten Empfang bereiteten die Cheerleader der Darmstadt Diamonds den Läuferinnen und Läufern auf den letzten Metern vor dem Ziel.
Foto: Raphael Schmitt
Und wer weiß, vielleicht steht er im kommenden Jahr wie viele weitere Athleten in Griesheim wieder an der Startlinie. Nach der gelungenen Neuauflage des Laufklassikers steht der 37. Ausgabe jedenfalls nichts im Wege. „Von unserem Hauptsponsor haben wir schon die Zusicherung für 2008“, berichtete dann auch Organisationsleiter Thomas Zöller. Laufen hat somit auch weiterhin in Griesheim Tradition.

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