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 | Auf Goldkurs: Nicole Best im 3000-m-Bahngehen der Altersklasse W40. |  |
Foto: Raphael Schmitt |
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Heinz Wondra und Nicole Best in Erfurt auf Goldkurs |
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Von Raphael Schmitt |
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„Ich wusste vorher nicht wo ich stehe“, wirkte Nicole Best am Freitagabend nach ihrem souveränen Start-Ziel-Sieg im 3000-m-Bahngehen sichtlich gelöst. „Jetzt bin ich total glücklich, dass es so toll lief.“ Vor dem Meisterschaftswettbewerb in der Erfurter Leichtathletik-Halle war die Groß-Gerauerin doch etwas verunsichert. Ihren letzten Wettkampf im Gehen bestritt sie vor über eineinhalb Jahren. Als am Freitag letztendlich der Startschuss fiel, waren jedoch alle Bedenken vergessen. Best übernahm sofort die Führung und gab sie auf den fünfzehn Hallen-runden nicht mehr ab.
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Aber nicht nur bei Nicole Best lief es bei den Deutschen Senioren-Hallen- und Winterwurfmeisterschaften nach Maß. Die thüringische Landeshauptstadt, die heuer bereits zum dritten Mal deutschlands beste Senioren nach 2002 und 2006 zu den nationalen Titelkämpfen einlud, scheint für die hiesigen Athleten schlichtweg ein gutes Pflaster zu sein. Zwölfmal Edelmetall gab es für die vierzehn Kreisvertreter, welche in den Osten der Republik gereist waren. Eine außerordentlich gute Bilanz.
Großen Anteil am erfolgreichen Auftreten der Südhessen hatte einmal mehr Heinz Wondra (LG Biebesheim-Eschollbrücken-Crumstadt / LG BEC). Dem Biebesheimer gelang im Weitsprung der Altersklasse M60 mit 5,43 Meter erfolgreich die Titelverteidigung. Zwei seiner weiteren Versuche mit 5,39 und 5,40 Meter hätten ebenfalls zum Meistertitel gereicht. Im Hallenoval über 200 Meter war Wondra ebenfalls eine Klasse für sich. In 26,46 Sekunden distanzierte er die Konkurrenz deutlich. Doch damit nicht genug: Zusammen mit seinen Vereinskollegen Wolf-gang Mann, Walter Busenbender und Lutz Zeisse gewann Wondra die dritte Goldmedaille in der 4 x 200-m-Staffel.
„Wir freuen uns schon riesig auf den Staffellauf am Sonntag“, hatte Betreuer Manfred Kraft im Vorfeld bereits verkündet. In 1:49,04 Minuten wurde seine Vorfreude keinesfalls getrübt. Um Sieben Zehntel distanzierte das heimische Quartett das Aufgebot von der LG Alsternord Hamburg. Damit war der Ausgang im Staffelwettbewerb der M60 am Sonntag-nachmittag zwar äußerst knapp, für die Formation der LG BEC jedoch ein gelungener Ab-schluss dreier erfolgreicher Tage in Erfurt.
Neben viermal Gold gab es zugleich viermal Silber und viermal Bronze für die heimischen Athleten zu vermelden. Drei Medaillen konnte Werner Reisner von der LG Mörfelden-Walldorf sein Eigen nennen. Sein Metier: Die Sprintstrecken. Während Reisner in der M45 über 60 Meter in einem Fotofinish in 7,64 Sekunden Bronze gewann, reichten 23,90 Sekunden auf der 200-m-Hallenrunde zu Silber. 54,46 Sekunden auf der 400-m-Strecke wurden erneut mit dem Gewinn der Bronzemedaille belohnt.
Silber erhielt derweil auch Thorsten Fern im 3000-m-Bahngehen der Altersklasse M30. Mit seiner Zeit von 15:25,84 Minuten war der Athlet des TV Groß-Gerau zwar nicht ganz zufrieden, bilanzierte aber sogleich: „Heute war einfach nicht mehr drin.“ In den Sommermonaten möchte er sich zudem eher den Langdistanzen verschreiben. „Ich möchte einmal die 50 Kilometer gehen“, so Fern. Danach betrachtet waren die fünfzehn Hallenrunden in Erfurt also eher eine Sprintdistanz.
Zu den fleißigen Medaillensammlern in Thüringen gehörte ebenso Wolfgang Mann (LG BEC). Neben Gold in der Staffel, wurde Mann Dritter im Weitsprung der M60 mit 5,09 Meter und gewann im Dreisprung der selben Altersklasse mit 9,31 Meter die Silbermedaille. Diese erhielt auch die Rüsselsheimerin Barbara Schlosser im Kugelstoßen der W50 mit 11,57 Meter. Die vierte Bronzemedaille ging an Heidrun Grünig (LG BEC) im 3000-m-Bahngehen der W55 in 21:50,12 Minuten.
 | | Konnte sich in Erfurt im 3000-m-Bahngehen über die Silbermedaille freuen: Thorsten Fern vom TV Groß-Gerau. | | Foto: Raphael Schmitt |
Mit beachtlichem Vorsprung überquerte indes Nicole Best die Ziellinie. 14:01,83 Minuten wurden für die Athletin vom TV Groß-Gerau im 3000-m-Bahngehen der W40 gestoppt. Bei den Aktiven, die vor Wochenfrist in Sindelfingen ihre nationalen Titelträger kürten, hätte sie mit dieser Leistung die Bronzemedaille gewonnen. Diese wäre im Vergleich mit dem Sieg des Mei-stertitels in Erfurt durchaus mehr Wert gewesen. Doch Nicole Best richtet den Blick bereits nach vorne – zur Hallen-WM der Senioren in zwei Wochen Clermont-Ferrand (Frankreich). Geht es nach der Kreisstädterin, soll dort eine noch schnellere Zeit herauskommen. „Eine 13er Zeit wäre schon toll.“
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