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Mittwoch, 17.01.2018
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Crosserlebnis bei Minustemperaturen
Von Raphael Schmitt
Kräftezehrende Meter hinauf zum Hochwasserdamm, unebener Wiesenuntergrund und eine kurze Sandpassage: Der Parcours beim Treburer Crosslauf rund um das Stadiongelände hält stetig Rhythmuswechsel für die Läuferinnen und Läufer parat. Doch am gestrigen Sonntag war weniger der – auch bei trockenem Untergrund – durchaus anspruchsvolle Streckenverlauf, sondern die kalte Witterung der schwerste „Gegner“ der 297 Teilnehmer.

Bei Minustemperaturen bis zu zehn Grad unter Null kämpften sich die Athleten aber dennoch mit Begeisterung über den Cross-Parcours. Während beim Gros der Teilnehmer zumindest Handschuhe oder auch Mützen, Gesichtsmasken und Schals zum Schutz gegen die klirrende Kälte zur Standardausrüstung gehörten, gab es dennoch wenige Hartgesottene Sportler, die mit kurzen Hosen und kurzärmeligem Trikot an den Start gingen. Im Ziel warteten auf alle Athleten jedoch warme Getränke. Zudem tauschten viele Läufer ihren Wettkampfdress direkt gegen wärmere Kleidung ein und handelten somit vorbildlich, um einer möglichen Erkältung vorzubeugen.

Der Auftakt des Laufreigens war auch am gestrigen Sonntag einmal mehr dem Laufnachwuchs vorbehalten. Im „Zwergenlauf“ rannten die Sprösslinge im Alter bis sechs Jahre über eine Strecke von vierhundert Meter dem Ziel entgegen. Als Belohnung erhielten alle Kinder eine Medaille. Spannende Entscheidungen boten im Anschluss die weiteren Kinder- und Jugendläufe. Teilweise im Sekundentakt stürmten die Protagonisten über den Zielstrich.
Für eine Überraschung sorgte derweil auf der Männer-Mittelstrecke Lokalmatador Julian Jung. In der letzten von drei Runden konnte sich der Treburer von seinen Mitstreitern lösen und erreichte nach 3500 Meter als Erster und zugleich U20-Sieger das Ziel. Den Kreismeistertitel, die Crosstitelkämpfe waren abermals in die Treburer Veranstaltung eingebettet, sicherte sich Jung in der U20 obendrein.

Bei den Frauen gab über die gleiche Distanz von Beginn an Regina Wirsing (USC Mainz) das Tempo vor. Die 24 Jahre alte Sportstudentin eilte ihren Mitstreiterinnen leichtfüßig davon und hatte im Ziel knapp eine halbe Minute Vorsprung auf U18-Siegerin Sina Berger von der LG Biebesheim-Eschollbrücken-Crumstadt (LG BEC), die nach ihren Hallenstarts in den letzten Wochen nun auch im Gelände zu überzeugen wusste.

Eine dreiköpfige Spitzengruppe bestimmte indes lange das Geschehen auf der Männer-Langstrecke. Am Ende konnte sich in einem frühzeitig angezogenen Schlussspurt der Weiterstädter Marko Arthofer (LG VfL/SSG Bensheim) den Tagessieg auf der 7000-Meter-Distanz sichern. Bei den Senioren M 50 und älter war Christian Stoll vom TV Waldstraße Wiesbaden auf der 5600-Meter-Strecke nicht zu schlagen. Als Gesamtdritter und M 50-Kreismeister wusste hier jedoch der Königstädter Uwe Bernd (LG Rüsselsheim) zu gefallen.

Die Senioren beschlossen am frühen Nachmittag gleichzeitig den Laufreigen. Und nach der warmen Dusche und der entsprechenden Stärkung an der reichhaltigen Imbißtheke war bei vielen Athleten selbstverständlich immer noch die kalte Witterung das Gesprächsthema Nummer eins. Bereut haben sie unter diesen Verhältnissen ihren Start jedoch nicht. Für das Gros der Athleten stellte sich die Frage eines Startverzichts aufgrund der Minustemperaturen ohnehin nicht. Crossläufer sind eben hart im Nehmen.

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