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Dienstag, 16.01.2018
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Wiesbadener Jannik Ernst läuft zum Sieg
Von Raphael Schmitt
Die milde Witterung sorgte bei der 28. Auflage des Groß-Gerauer Frühjahrslaufs am Samstagnachmittag für einen wahren Teilnehmeransturm. Nachdem sich bis Donnerstag 260 Läuferinnen und Läufer in die Startlisten eingetragen hatten, nutzten viele Sportler nun noch die Nachmeldemöglichkeit vor Ort. 430 Laufjünger erreichten schließlich das Ziel an der Woogsdamm-Schneise.

Das Quecksilber zeigte zum Laufen angenehme sieben Grad. Nach der klirrenden Kälte, welche den Sportlern noch vor Wochenfrist beim Halbmarathonlauf in Mörfelden zu schaffen machte, damit ideale Bedingungen für eine erste ernsthafte Standortbestimmung im neuen Jahr. Und so purzelten auf dem amtlich vermessenen 10-km-Kurs im Groß-Gerauer Forst, einmal mehr etliche persönliche Bestmarken. Lediglich zwischen Kilometermarke fünf und acht wehte dem Läuferfeld ein leichter Wind entgegen. „Halb so schlimm“, so das Urteil einiger Athleten, die sich schließlich in den letzten Wochen bei Temperaturen bis minus dreizehn Grad in der Kälte bei ihren Trainingseinheiten schindeten.

Auf weit über einhundert Laufkilometer in der Woche kommt etwa Jannik Ernst vom TV Waldstraße Wiesbaden. „Wir sind aktuell in der Vorbereitung auf die Halbmarathon-DM im April“, so Trainer Günter Jung, der für den Start in Groß-Gerau zuvor eine 32er Zeit für seinen Schützling prognostizierte. Damit sollte er Recht behalten. Nach 32:15,3 Minuten spurtete Jannik Ernst als souveräner Sieger über die Ziellinie am Woogsdamm. Das Rennen hatte der Einundzwanzigjährige verhalten in der zehnköpfigen Spitzengruppe begonnen. Danach erhöhte Ernst, wie von seinem Trainer geplant, das Tempo leicht. Bis Kilometermarke sieben konnte dem Hessischen Juniorenmeister lediglich noch Lukas Becht vom LC Rothaus folgen. Anschließend musste auch dieser abreißen lassen. „Das war eine gelungene Standortbestimmung“, freute sich Jung gemeinsam mit Ernst.

Gleich fünf Athleten blieben heuer auf dem Frühjahrslauf-Kurs unter der 33-Minuten-Marke. Letztmals gelang dies einem Quintett vor zwölf Jahren. Weitere sechs Läufer erreichten das Ziel am Samstag noch unter 34 Minuten. Doch damit nicht genug: Insgesamt 99 Athleten konnten sich über Zeiten unter 40 Minuten freuen. Eine bemerkenswerte Leistungsdichte, die es viele Jahre in Groß-Gerau – teils aufgrund widriger Witterungsverhältnisse – nicht mehr gab. Acht Jahre muss der Chronist zurückblicken, um eine ähnlich erfolgreiche Bilanz vorzuweisen. Im Jahr 2004 waren es seinerzeit 113 Läuferinnen und Läufer, welche sich mit Zeiten unter 40 Minuten in die Ergebnislisten eintrugen.

Am Wochenende reihten sich hinter Jannik Ernst auf den weiteren Podiumsplätzen Lukas Becht (LC Rothaus / 32:29,9) und Andreas Dreitz (TS Lichtenfels / 32:31,6) ein. Schnellster Südhesse war der Weiterstädter Marko Arthofer (LG Bensheim), der seine persönliche Bestmarke, die er vor drei Jahren an gleicher Stelle noch im Trikot des TV Trebur aufgestellt hatte, um fünf Zehntelsekunden auf nunmehr 32:54,7 Minuten verbesserte. Über den Sieg in der Altersklasse M 30 konnte sich derweil Martin Skalsky (LG Rüsselsheim / Team Mainzer Laufladen) in 33:06,9 Minuten freuen.

Bei den Frauen sicherte sich Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt in 36:29,0 Minuten den Gesamtsieg. Die mehrfache Hessenmeisterin verwies damit die Südhessin Daniela Sämmler (Software AG Team DSW Darmstadt / 36:50,8) und W 30-Siegerin Christina Walloch (TV Waldstraße Wiesbaden / 37:09,8) auf die Plätze. Rang fünf im Gesamtklassement belegte W 40-Siegerin Alexandra Behrens (ASC Darmstadt). Die Walldorferin benötigte für die 10-km-Distanz 38:24,1 Minuten.

Für eine starke Leistung sorgte am Samstagnachmittag zudem einmal mehr Laufroutinier Edmund Schepp vom TuS Wiesbaden-Rambach. Der Läufer der Altersklasse M 80 lief nach 51:28,6 Minuten ins Ziel. Vor einem Jahr hatte Schepp in Groß-Gerau in 49:26 Minuten einen neuen deutschen Altersklassenrekord aufgestellt. Doch nicht nur Rekorde und Bestzeiten sind es, die bei der Laufveranstaltung in der Kreisstadt zählen: Für viele Hobbysportler ist der Frühjahrslauf, der stets am Fastnachtssamstag stattfindet, eine liebgewonnene Tradition. Und so sorgten kostümierte Teilnehmer einmal mehr für ein abwechslungsreiches Bild im ohnehin bunten Läuferlindwurm.

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