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Dienstag, 16.01.2018
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Zweiundzwanzig Mal Gold
Von Raphael Schmitt
Gut in Form präsentierten sich am Wochenende die heimischen Athleten bei den hessischen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren. Beim „Heimspiel“ im Rüsselsheimer Stadion am Sommerdamm konnten die hiesigen Altersklassensportler insgesamt 22 Meistertitel mit nach Hause nehmen und übertrafen damit deutlich die Vorjahresbilanz, als es in Bruchköbel siebzehn Mal Gold gab.

Vier Wochen vor den nationalen Titelkämpfen im Erfurter Steigerwaldstadion gaben die heimischen Athleten bei den Landesmeisterschaften im Rüsselsheimer Stadion am Sommerdamm am Samstag und Sonntag eine überaus gute Visitenkarte ab. Während am Samstagmorgen ein heftiger Regenschutt noch für Missstimmung unter den Sportlern sowie eine kurze Wettkampfunterbrechung sorgte, zeigte sich Petrus im Tagesverlauf den Leichtathleten wohl gesonnen. Am Sonntag kletterte das Quecksilber im Tagesverlauf bei strahlendem Sonnenschein sogar deutlich über die Zwanzig-Grad-Marke und bescherte – mit Ausnahme des teilweise böigen Windes – den Athleten ideale Wettkampfbedingungen.

Einher gingen am Samstagmorgen mit dem Regenschutt leider auch technische Probleme mit der elektronischen Zeitmessanlage, wenngleich die Regentropfen nicht ausschlaggebend für das technische Malheur waren. Während die 800 Meter Läufe am morgen notgedrungen per Handzeitnahme durchgeführt wurden, tat ab Mittag eine Ersatzanlage aus Bad Homburg ihren Dienst. Am Sonntag konnte die Zeitmessung dann wieder mit Elektronik der Leichtathletik-Region Südhessen durchgeführt werden. Somit war sichergestellt, dass die in Rüsselsheim erzielten Leistungen auch als Qualifikation für die deutschen Titelkämpfe anerkannt werden.

Über die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften brauchte sich indes der Worfelder Roland Elsner (LG BEC) keine Gedanken mehr machen. Mit geballter Siegesfaust überquerte er in einem spannenden Finish über 800 Meter der Senioren M 70 knapp vor dem Flörsheimer Klaus Wagner (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) die Ziellinie. „Das ist das erste Mal, dass ich Klaus geschlagen habe“, freute sich Elsner in 2:45,0 Minuten über den HM-Titel. Tags darauf ließ der Athlet der LG BEC auch noch über 1500 Meter den Titel in 5:31,23 folgen. Dieses Mal jedoch ohne das Duell gegen Wagner. Der wiederum weilte als Zuschauer hinter der Balustrade. Wenige Stunden zuvor – am Samstagabend – hatte Klaus Wagner über 5000 Meter noch eine eindrucksvolle Laufdemonstration gegeben. Vom Start weg übernahm er die Spitze des Feldes und lief in 20:13,31 Minuten souverän zum HM-Sieg.

Über gleich zwei HM-Titel konnte sich am Wochenende Walter Busenbender (LG BEC) freuen. Sowohl über die 400-Meter-Stadionrunde (67,70 sec), als auch auf der doppelten Distanz (2:42,2 min), verwies er die Konkurrenz der M 65 souverän in die Schranken. Wurfspezialist Heinz Janson vom TV Groß-Gerau zeigte in der M 75 abermals sein Können. Belohnt wurde der Südhesse mit dem hessischen Meistertitel im Kugelstoßen mit 11,01 Meter sowie mit 34,42 Meter im Diskuswurf. Gleiches gelang Günter Hüttl (LG BEC) bei den Sechzigjährigen. Im Diskusring war der Leeheimer mit einer Weite von 42,87 Meter ebenso nicht zu bezwingen wie im Kugelstoßen mit 12,07 Meter.

Disziplinkollegin Barbara Schlosser verteidigte derweil erfolgreich ihre Vorjahrestitel. Die Rüsselsheimerin, die im Trikot des Wiesbadener LV startet, stand auch heuer in der W 50 im Kugelstoßen (10,02 m) und Diskuswurf (26,36 m) ganz oben auf dem Siegerpodest. Doppelmeisterin wurde am Samstag zudem Veronika Kroboth (LG BEC) über 800 Meter (3:25,9) und 5000 Meter (26:13,39) in der Altersklasse W 70. Wiederum mit Kugel (11,62 m) und Speer (44,33 m) hielt unterdessen Aleksander Dundik (LG BEC) seine Kontrahenten in der M 55 in Schach. Marion Ertl (ebenfalls LG BEC) sprintete in 37,39 Sekunden über 200 Meter der W 60 zum Titel. Clubkollegin Carmen Müller war auf der 400-Meter-Distanz der W 50 in 79,54 Sekunden am schnellsten. Als ältester hiesiger Teilnehmer kam Alfred Fischer (LG BEC) mit 6,88 Meter im Kugelstoßen der M 85 zu Meisterehren.

Große Freude herrschte am zweiten Meisterschaftstag auch im Lager des TV Trebur. Vier Meistertitel konnte die Läuferhochburg innerhalb weniger Stunden auf ihrem Konto verbuchen. Während Laufroutinier Werner Schmitt über 1500 Meter in 5:11,39 Minuten den Meisterwimpel in der M 60 mit nach Hause nahm, konnte sich Nicole Wagner wenig später, angetrieben durch lautstarke Unterstützung ihrer Vereinskollegen, die sich ringsherum im Stadionoval postiert hatten, auf der gleichen Distanz in guten 5:09,37 Minuten über den HM-Titel in der Altersklasse W 35 freuen. „In diesem Jahr läuft es richtig gut“, so Wagner, die nun in vier Wochen in Erfurt über 1500 Meter ihr DM-Debüt gibt.

Einen gelungenen HM-Einstand im Stadionoval gab in Rüsselsheim TV-Athlet Jan Ascher. Der Büttelborner, der seit gut zweieinhalb Jahren bei den Treburern trainiert und bereits in der Cross-Saison und auf der Straße für gute Leistungen sorgte, sicherte sich am Sonntag innerhalb von drei Stunden über 800 Meter (2:09,34) und 1500 Meter (4:25,06) in der M 35 den Meistertitel. Ob er ebenfalls bei den deutschen Senioren-Meisterschaften Mitte Juli in Erfurt antritt, wird der Achtunddreißigjährige in den nächsten Tagen entscheiden. Der Auftritt der heimischen Athleten am Sommerdamm weckt jedenfalls schon jetzt die Vorfreude auf den nationalen Saisonhöhepunkt in der thüringischen Landeshauptstadt.

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